Spinnmilbe

Spinnmilben bekämpfen Einer der bedeutendsten Schädlinge ist die Spinnmilbe, sie macht kaum vor einer Pflanze halt. Ob Zimmer, Gewächshaus, Balkon oder Garten, ihr Verbreitungsgebiet ist nahezu überall. Die Gemeine Spinnmilbe (Tetranynchus urticae) etwa ist nicht sonderlich wählerisch und hat über 200 Pflanzen auf dem Speiseplan, darunter so wichtige Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Bohnen, Gurken und Tomaten, aber auch viele Zierpflanzen. Die maximal 0,5 Millimeter großen Spinnentierchen saugen an Blättern und Trieben, die Zellen trocknen dadurch aus.

Es entsteht ein fahler Farbton, häufig sind Blätter mit weißgelben Punkten übersät. Letztlich fallen die Blätter vorzeitig ab, was die Pflanzen enorm schwächt. Ist der Befall stark, sind Triebe und Blätter mit feinen Gespinsten überzogen. Am besten kann man Spinnmilben mit der Lupe sicher nachweisen. Erwachsene Tierchen besitzen acht Beine.

Während die Weibchen im Sommer eher gelblichgrün aussehen, sind überwinternde Spinnmilben eher rötlich gefärbt, daher auch der Name „Rote Spinne“. Spinnmilben lieben es trocken-warm. Dann vermehren sie sich rasend schnell, im Idealfall sind es nur zwölf Tage vom Ei bis zum legebereiten Weibchen. Zur Vorbeugung sorgt man also für ein kühles Mikroklima und besprüht die Pflanzen regelmäßig mit Wasser.

 

Bei den ersten Anzeichen eines Befalls kann man mit Spritzmitteln, deren Wirkung auf den natürlichen Wirkstoffen des Neembaumes beruht (Celaflor Schädlingsfrei Neem, NeemAzal), recht gut für Abhilfe sorgen. Der Wirkstoff Azadirachtin aus dem indischen Neembaum greift in die Entwicklung der Tiere ein und verfolgt somit eine Langzeitstrategie.

Forschungen haben ergeben, dass Nützlinge weitgehend verschont bleiben und die Mittel nicht bienengefährlich sind. Nützlingsschonend sind auch milde Seifenlaugen, wie etwa in Neudosan vorhanden. Als elegante Methode zur Bekämpfung von Spinnmilben können unter Glas auch Nützlinge eingesetzt werden. Besonders Raubmilben wie Typhlodromus pyri und Phytoseiulus persimilis gehören zu den wichtigsten Helfern bei der Regulierung von Spinnmilben im Wein- und Obstbau. Aber auch Florfliegenlarven (Chrysoperla carnea) können helfen, Spinnmilben zu dezimieren. zurück