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Osnabrück (AFP) - Vor dem am Donnerstag beginnenden
Milchgipfel hat Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) die
Preispolitik der Supermarktketten kritisiert. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
forderte er zugleich, das Kartellrecht in diesem Bereich auf den Prüfstand zu
stellen. Es dürfe nicht sein, dass wegen des Milchlieferboykotts der Bauern ein
kartellrechtliches Verfahren gegen die Landwirte laufe, gleichzeitig aber die
"konzentrierte Marktmacht der Handelsketten" dem Kartellamt überhaupt keine
Beachtung wert sei, kritisierte Seehofer.
Es sei nicht hinnehmbar, dass Supermarktketten ihre Preise von denen ihrer
Wettbewerber abhängig machten, sagte Seehofer. Wenn das Kartellrecht nicht
ausreiche, solche "Absprachen" zu verhindern, müsse es geändert werden, "sonst
wäre es eine stumpfe Waffe", forderte der Minister. Derzeit herrsche auf dem
Markt ein "völliges Ungleichgewicht" zu Lasten der Bauern, kritisierte der
CSU-Politiker. Seehofer trifft sich am Donnerstag mit Vertretern der deutschen
Bauern, um über die Milchpreise zu beraten. Zu einem späteren Zeitpunkt sind
Treffen mit der Milchindustrie und dem Einzelhandel geplant.
Das Bundeskartellamt verschärft derweil laut einem Pressebericht seinen Kurs
gegen mögliche Wettbewerbsbeschränkungen. Wie die "Frankfurter Allgemeine
Zeitung" berichtet, leitete die Kartellbehörde eine umfassende
Sektoruntersuchung des Milchmarktes ein. Ziel sei es, alle Vermarktungsstufen -
von der Landwirtschaft über die Industrie bis zum Einzelhandel - im Detail unter
die Lupe zu nehmen.
Nach den Hinweisen auf mögliche Ungereimtheiten wolle das Amt nun genau wissen,
wie es in der Branche aussehe, zitierte die "FAZ" eine Sprecherin des
Kartellamtes. "Es gibt Vermutungen, dass der Wettbewerb auf dem Milchmarkt nicht
ordnungsgemäß funktioniert", sagte sie. Die Untersuchung lässt sich auch als
Warnung an die Branche und die Politik interpretieren, die Verbraucherpreise
durch Absprachen oder eine koordinierte Verknappung der Milchliefermenge in die
Höhe zu treiben
Schon in der Reform von 2003 hatte die Brüsseler Behörde eine zusätzliche Quotenerhöhung in diesem Umfang vorgeschlagen. Damals wollten die Mitgliedstaaten nicht mitgehen. Sie fürchteten ein Überangebot und den damit verbundenen Druck auf die Preise. Der Agrarrat in Luxemburg beauftragte damals die Kommission, bis 2008 die Märkte zu prüfen und gegebenenfalls dann eine Quotenerhöhung anzuregen. Die Ergebnisse liegen nun vor. Die Kommission geht von einer anhaltend guten Nachfrage aus, der die Molkereien in der EU nur mit einer Quotenerhöhung begegnen können.
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Nachbarn in der Mischkultur Mais wird nur in Kleinbetrieben und in Gärten in Mischkultur angebaut.
Die Pflanzen vertragen sich mit unterschiedlichen Nachbarn, die direkt angrenzend wachsen unterschiedlich gut:
Gute Nachbarn
Bohne Gurke Kartoffel Kopfsalat Kürbis Melone Tomate Zucchini Schlechte Nachbarn Rote Bete Sellerie Untersaaten Welsches Weidelgras (12 - 15 kg / ha) im 6-Blattstadium des Maises Deutsches Weidelgras (7 - 8 kg / ha) dto. bis 30 cm Wuchshöhe des Maises Rotschwingel (4 - 5 kg / ha) vor der Saat bis 3-Blattstadium d. M. Knaulgras (5 – 6 kg / ha) 5–6-Blattstadium oder 2–3-Blattstadium d. M. in seltenen Fällen Leguminosen (z.B. Erdklee-Rotklee-Mischung) Siehe auch Ziermais Maisspindelgranulat Maissirup Nshima Ethanol-Kraftstoff Maislabyrinth Weblinks
«Auswirkungen auf die Gesundheit der Verbraucher muss man nicht befürchten»,
sagte Präsident Christian Grugel.
Trotz eines Trends zu weniger Rückständen rechne er damit, dass die Lebensmittel wegen der Globalisierung unsicherer werden könnten. Bio-Waren bewertete er positiv.
Die Untersuchung von rund 4400 ausgewählten Lebensmittelproben ergab, dass in Paprika, Tafeltrauben, Eichblattsalat, Rucola und grünem Tee häufig die Höchstmengen für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln überschritten wurden. Bei Paprika wiesen knapp 10 Prozent der Proben erhöhte Werte auf, besonders bei Ware aus Spanien und der Türkei. Der Anteil der Proben ohne messbare Rückstände sei aber geringer geworden. Quecksilber fanden die Kontrolleure 15 Mal bei Schwertfischen und 9 Mal bei Haifischen. Das Bundesamt rät von übermäßigem Verzehr dieser Fische ab.
Die Prüfer entdeckten auch Lösungsmittel in Butter aus Irland und Dänemark, Nitrat in Rucola - besonders aus Italien - sowie Schimmelpilzgifte in getrockneten exotischen Früchten.
Positiv bewertete das Bundesamt die Babynahrung. Allerdings seien in maishaltiger Babynahrung Schimmelpilzgifte gefunden worden.
Bei fast 400 000 Untersuchungen tierischer Lebensmittel fanden die Kontrolleure neun Mal verbotene Hormone in Schweinen, in zwei Geflügelproben Dioxin und in 159 Proben von Wild bedenkliche Stoffe wie Organochlorverbindungen.
Bei älteren Tieren sollten innere Organe und fettreiches Gewebe deshalb nicht verzehrt werden. Bei drei Eierproben entdeckten die Prüfer Dioxin oberhalb des Höchstgehaltes. Bioprodukte bekommen von den Experten ein gutes Zeugnis. Bei Öko- Produkten seien keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden worden, bei der Umweltbelastung ergebe sich aber das gleiche Bild wie bei herkömmlichen Lebensmitteln. Quelle:
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Werner
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Rheinland-Höfe GmbH Bio-Vertrieb E-Mail: albert.fuhs @ rheinlandhoefe.de Albert Fuhs Tel.: 02222-71360 |
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Dönerproduktion in Berlin - auch dort soll das Gammelfleisch aus Bayern gelandet sein. FOTO: AP |
Tonnenweise Schlachtabfälle umetikettiert - Aufmerksamer Lkw-Fahrer meldet Ungereimtheiten
Ein neuer Fleischskandal in Bayern hat offenbar bundesweite Auswirkungen. Es geht um tonnenweise umetikettierte Schlachtabfälle, die in den Handel gekommen sind.
Die Gammelfleisch-Skandale in Bayern reißen nicht ab. Gestern gab die Staatsanwaltschaft Memmingen einen erneuten Fund großer Mengen Fleisch bekannt, das umetikettiert auf den Markt gekommen sein soll. Bei einer Firma im schwäbischen Wertingen - fast genau in der Mitte zwischen Augsburg und Donauwörth - habe sie in der vergangenen Woche rund elf Tonnen Rind- und Putenfleisch beschlagnahmt. Das Fleisch war nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Es war mit neuen Etiketten versehen und hätte an einen Döner-Produzenten geliefert werden sollen. Der Ehemann der Firmenchefin gestand, bereits im Juli 20 Tonnen derartigen Fleischs umetikettiert und auf den Markt gebracht zu haben. Außer ihm selbst habe niemand von dem Betrug gewusst - auch nicht der Empfänger.
Aufgeflogen ist der jüngste Fleischskandal in Bayern durch einen aufmerksamen Fahrer einer Spedition. Er hatte mit seinem Fleischtransporter bei der Wertinger Firma so genanntes K3-Material angeliefert. Der Lkw-Fahrer hatte sich darüber gewundert, dass er dieses Material an einem möglichst unauffälligen Ort abladen sollte und der Ehemann der Firmenchefin sofort damit begonnen hatte, die Etiketten von der Ware zu entfernen.
Das Bayerische Verbraucherschutzministerium teilte mit, dass der Betrieb nach dem Tipp des Lastwagenfahrers sofort geschlossen, Ware und Geschäftsunterlagen sichergestellt worden seien. Wie der Beschuldigte bereits eingeräumt haben soll, hatte der Betrieb laut Ministerium bereits K3-Material aus Schleswig-Holstein bezogen, als "lebensmitteltauglich" umetikettiert und weiter nach Berlin an einen Döner-Hersteller geliefert. Anhand der sichergestellten Liefer- und Vertriebslisten werde derzeit überprüft, ob weiteres K3-Material bezogen und als Lebensmittel in den Verkehr gebracht worden sei.
VON IRIS HILBERTH
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Milchprodukte: Preise steigen drastisch Die deutschen Verbraucher müssen sich auf einen drastischen Preisanstieg bei Milchprodukten einstellen. "Es wird einen Preisruck geben, wie ihn Deutschland noch nicht erlebt hat", sagte Erhard Richarts von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Nach Angaben des Milchindustrie-Verbands (MVI) steigt der Preis für das Päckchen Butter in den nächsten Tagen von 79 Cent auf 1,19 Euro. Quark werde um 40 Prozent teurer, der Liter Milch um fünf bis zehn Cent. Laut Rheinisch-Westfälischem Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) müssen sich die Verbraucher an die hohen Lebensmittelpreise gewöhnen. Denn nicht allein zeitlich begrenzte Faktoren wie Tierseuchen und Missernten seien diesmal für die Preissteigerungen verantwortlich. "Die Nachfrage aufstrebender Länder wie China und Indien sowie der Boom bei Biokraftstoffen treiben die Preise vieler Rohstoffe nach oben", sagte der RWI-Konjunkturexperte Torsten Schmidt der Zeitung. "Das bekommen jetzt auch die deutschen Verbraucher zu spüren." Das zweitgrößte deutsche Milch verarbeitende Unternehmen, die Humana Milchunion, hat bereits Preiserhöhungen für Milch und Milchprodukte angekündigt. Voraussichtlich werde das Päckchen Butter um etwa 40 Cent teurer, geschnittener Käse um bis zu 50 Cent je Packung, teilte das Unternehmen im nordrhein-westfälischen Everswinkel mit. Damit werde der Butterpreis wieder auf dem Niveau von 1989 liegen. Auch bei Joghurt und Quark sei mit Preiserhöhungen zu rechnen. Rohstoffknappheit auf dem Weltmarkt Als Grund für die Preiserhöhungen nannte das Unternehmen ebenfalls die zunehmende Rohstoffknappheit auf dem Weltmarkt. Dürreperioden in Australien und Ozeanien hätten zu einem nennenswerten Rückgang der dortigen Milchproduktion geführt. Hinzu kämen die gestiegene Nachfrage aus Asien und ein Rückgang der Milchproduktion zugunsten der Bioenergiegewinnung in Deutschland. Der Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), Gerd Sonnleitner, sagte der "Wirtschaftswoche», die hohen Preise auf dem Agrarmarkt gefährdeten den Ausbau der Bioenergie. "Biogasanlagen rechnen sich bei einem Weizenpreis bis zu 120 Euro die Tonne. Wegen der weltweit niedrigen Ernten bringt die Tonne jetzt 180 Euro, damit lohnt sich eher der Verkauf auf dem Weltmarkt", fügte Sonnleitner hinzu. Darüber hinaus werde der Milchpreis kräftig anziehen. "Wenn es so bleibt, werden die Landwirte künftig mehr für den Lebensmittelmarkt produzieren und weniger in nachwachsende Rohstoffe investieren", sagte der DBV-Präsident. Quelle und Bild: ddp