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Brüssel (dpa) - Nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon haben sich die EU-Agrarminister auf massive Kürzungen der milliardenschweren Agrarsubventionen geeinigt.
Europas Landwirte müssen bis 2012 auf weitere 5 Prozent ihrer Direkt-Beihilfen verzichten.
Für die deutschen Bauern bedeute der Beschluss Einbußen in Höhe von jährlich etwa 225 Millionen Euro, hieß es aus Verhandlungskreisen in Brüssel.
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man ist mittlerweile her gegangen und
hat den Artikel gelöscht, wie es eben in Bayern so üblich ist.
Seehofer lässt grüssen, aber die Bayern wollen es ja nicht anders:
Tonnenweise Schlachtabfälle umetikettiert - Aufmerksamer Lkw-Fahrer meldet Ungereimtheiten
Ein neuer Fleischskandal in Bayern hat offenbar bundesweite Auswirkungen. Es geht um tonnenweise umetikettierte Schlachtabfälle, die in den Handel gekommen sind.
Die Gammelfleisch-Skandale in Bayern reißen nicht ab. Gestern gab die Staatsanwaltschaft Memmingen einen erneuten Fund großer Mengen Fleisch bekannt, das umetikettiert auf den Markt gekommen sein soll. Bei einer Firma im schwäbischen Wertingen - fast genau in der Mitte zwischen Augsburg und Donauwörth - habe sie in der vergangenen Woche rund elf Tonnen Rind- und Putenfleisch beschlagnahmt. Das Fleisch war nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Es war mit neuen Etiketten versehen und hätte an einen Döner-Produzenten geliefert werden sollen. Der Ehemann der Firmenchefin gestand, bereits im Juli 20 Tonnen derartigen Fleischs umetikettiert und auf den Markt gebracht zu haben. Außer ihm selbst habe niemand von dem Betrug gewusst - auch nicht der Empfänger.
Aufgeflogen ist der jüngste Fleischskandal in Bayern durch einen aufmerksamen Fahrer einer Spedition. Er hatte mit seinem Fleischtransporter bei der Wertinger Firma so genanntes K3-Material angeliefert. Der Lkw-Fahrer hatte sich darüber gewundert, dass er dieses Material an einem möglichst unauffälligen Ort abladen sollte und der Ehemann der Firmenchefin sofort damit begonnen hatte, die Etiketten von der Ware zu entfernen.
Das Bayerische Verbraucherschutzministerium teilte mit, dass der Betrieb nach dem Tipp des Lastwagenfahrers sofort geschlossen, Ware und Geschäftsunterlagen sichergestellt worden seien. Wie der Beschuldigte bereits eingeräumt haben soll, hatte der Betrieb laut Ministerium bereits K3-Material aus Schleswig-Holstein bezogen, als "lebensmitteltauglich" umetikettiert und weiter nach Berlin an einen Döner-Hersteller geliefert. Anhand der sichergestellten Liefer- und Vertriebslisten werde derzeit überprüft, ob weiteres K3-Material bezogen und als Lebensmittel in den Verkehr gebracht worden sei.
VON IRIS HILBERTH
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Milchprodukte: Preise steigen drastisch Die deutschen Verbraucher müssen sich auf einen drastischen Preisanstieg bei Milchprodukten einstellen. "Es wird einen Preisruck geben, wie ihn Deutschland noch nicht erlebt hat", sagte Erhard Richarts von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Nach Angaben des Milchindustrie-Verbands (MVI) steigt der Preis für das Päckchen Butter in den nächsten Tagen von 79 Cent auf 1,19 Euro. Quark werde um 40 Prozent teurer, der Liter Milch um fünf bis zehn Cent. Laut Rheinisch-Westfälischem Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) müssen sich die Verbraucher an die hohen Lebensmittelpreise gewöhnen. Denn nicht allein zeitlich begrenzte Faktoren wie Tierseuchen und Missernten seien diesmal für die Preissteigerungen verantwortlich. "Die Nachfrage aufstrebender Länder wie China und Indien sowie der Boom bei Biokraftstoffen treiben die Preise vieler Rohstoffe nach oben", sagte der RWI-Konjunkturexperte Torsten Schmidt der Zeitung. "Das bekommen jetzt auch die deutschen Verbraucher zu spüren." Das zweitgrößte deutsche Milch verarbeitende Unternehmen, die Humana Milchunion, hat bereits Preiserhöhungen für Milch und Milchprodukte angekündigt. Voraussichtlich werde das Päckchen Butter um etwa 40 Cent teurer, geschnittener Käse um bis zu 50 Cent je Packung, teilte das Unternehmen im nordrhein-westfälischen Everswinkel mit. Damit werde der Butterpreis wieder auf dem Niveau von 1989 liegen. Auch bei Joghurt und Quark sei mit Preiserhöhungen zu rechnen. Rohstoffknappheit auf dem Weltmarkt Als Grund für die Preiserhöhungen nannte das Unternehmen ebenfalls die zunehmende Rohstoffknappheit auf dem Weltmarkt. Dürreperioden in Australien und Ozeanien hätten zu einem nennenswerten Rückgang der dortigen Milchproduktion geführt. Hinzu kämen die gestiegene Nachfrage aus Asien und ein Rückgang der Milchproduktion zugunsten der Bioenergiegewinnung in Deutschland. Der Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), Gerd Sonnleitner, sagte der "Wirtschaftswoche», die hohen Preise auf dem Agrarmarkt gefährdeten den Ausbau der Bioenergie. "Biogasanlagen rechnen sich bei einem Weizenpreis bis zu 120 Euro die Tonne. Wegen der weltweit niedrigen Ernten bringt die Tonne jetzt 180 Euro, damit lohnt sich eher der Verkauf auf dem Weltmarkt", fügte Sonnleitner hinzu. Darüber hinaus werde der Milchpreis kräftig anziehen. "Wenn es so bleibt, werden die Landwirte künftig mehr für den Lebensmittelmarkt produzieren und weniger in nachwachsende Rohstoffe investieren", sagte der DBV-Präsident. Quelle und Bild: ddp